Die Umarmung des Waldes…

Von der Sommerhitze trete ich ein – hinein in das Wunder Wald. Die Bäume breiten ihr üppig grünes Blätterdach über mir aus, ein wohlige kühle Brise umarmt mich, ich rieche den Duft der Rinden und des Waldbodens unter mir und werde eingeladen, mich auf eine Sinnesreise zu begeben.

Ich ziehe meine Schuhe aus. Erst noch vorsichtig, dann mit mehr Vertrauen setzt sich meine nackte Fusssohle vor die andere auf dem Boden auf. Der Boden ist weich und getränkt von der morgendlichen Frische, ich fühle Laub, Tannennadeln, feine Ästchen und Erde unter meinen Füssen. Meine Füsse erwachen mit jedem Schritt und strecken ihre Wurzeln aus, ihre Sensoren für Boden und Umgebung und so tut es mein ganzer Körper. Ich fühle, wie sich Erdung in meinem Körper breit macht. Ich komme an, bei mir und in Verbindung mit der Welt um mich, während ich den im Morgenlicht hell glänzenden Laubbäumen entlanggehe. Eine zarte Brise lässt das Blätterdach über mir fein rascheln, hie und da höre ich einen Vogel im Laub nach Futter suchen… ich lasse mich von der Ruhe und Stille des Waldes umarmen.

Der Duft von Nadelbäumen dringt in meine Nase, beruhigt mich. Vielseitig verwöhnt mich der Wald mit Düften nach feuchter Erde, nach Holz, Laub und Nadeln. Ich rieche gewisse Pflanzen, bevor sie in mein Sichtfeld treten. Der Duft des Waldes ändert sich, wenn ich an einen sonnenbeschenkten Platz komme und ändert sich wieder, sobald ich die kühle Luft im Schatten betrete…

Und während ich darüber staune, wie wohltuend der Wald immer wieder für mich sein kann, bemerke ich, dass ich von einem reglos gleich neben dem Weg stehenden Reh mit grossen dunklen Augen begutachtet werde.

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